A Tribute to S K A L A

SKALA – 1988 bis 2004

am Samstag den 29.Sept kocht das SKALA (Andrea Driendl) ab 17h im Zweitbesten

…..Vietnamesischen Hühnersalat, Spinattopfennockerln, Antipasto, ….

Die SKALA Bar mit Restaurant ist für Wien einmalig – nicht nur in baulicher Hinsicht, sondern auch wegen ihrer kommerziell ungünstigen Lage. Sie befindet sich im Souterrain eines Hoftrakts aus der Jahrhundertwende im dicht verbauten 7. Wiener Gemeindebezirk. Sie entzieht sich dem Blick von der Straße – man muss einfach wissen, wohin man will.
Über einen unscheinbaren Hausdurchgang, einen privaten Hof und über eine flache Aussentreppe hinab, erreicht man das Lokal über ein Nurgl
asportal . Absicht war es, ein Interieur zu schaffen, das bis zum vorgesehenen Ende seiner Lebensdauer, dreißig Jahre, keine Patina annehmen, also leicht zu reinigen und damit stets neu und frisch wirken sollte. Wand- und Deckenelemente sind in ein räumliches Netz aus Edelstahlprofilen mit Klemmbeschlägen geklipst, sodass sie in kurzer Zeit leicht ausgetauscht werden können.
Beabsichtigt war, einen zweiten Satz an Elementen zu produzieren um das Lokal über Nacht verwandeln zu können. Die Auswahl der Materialien und die Art ihres Einsatzes war 1987 noch sehr ungewöhnlich und stiess damals auf starke Kritik – traditionell neigte man in Wien mehr in Richtung auf Verdeckung der Materialien durch Anstriche. Für den künstlerischen Eingriff im Lokal war die Vorgabe, ein kinetisches Objekt an einer dafür vorgesehenen Stelle zu schaffen. Es sollte, ebenso wie das Lokal selbst, von hoher Lebensdauer und wartungsarm sein.
Ein Lichtstrahl, ein Helium-Neon-Laser, wird innerhalb eines, auf einer Stahlkonsole angebrachten Kastens aus halbdurchsichtigem Spiegelglas mittels einer Bewegungsmechanik mit zwei kleinen Spiegeln in alle Richtungen bewegt. Der Strahl wird an den Spiegelflächen zum Teil reflektiert und zum Teil durchgelassen, sodass er als Punkt an Boden und Wand unvorhersehbare Bahnen beschreibt.



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