Areal Körner-Kaserne

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Project Description
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1st prize -  international urban planning competition!
Areal Spallartgasse 21-23, 1140 Wien
Largest housing project in private investment sector in vienna.
1.Platz nach einem zweistufigen internationalen offenen Realisierungswettbewerb mit insgesamt 94 Teilnehmern.

Auftraggeber:
CC Wien Invest GmbH

Landschaftsplanung:
Bödeker Landscape Architects

STADTRÄUMLICH
Die Bebauungsstruktur ist rechtwinkelig an Spallartgasse und Leyserstrasse bis zum Spitz Kendlerstrasse
angelegt. Die Spallartgasse wird verkehrsberuhigt konzipiert und empfohlen. Baumbestandene Landzungen
alternierend mit Plätzen sind verzahnt mit der Bebauung an der Spallartgasse. Dies bildet stadträumlich eine
öffentliche Einladung hinsichtlich einer geordneten Durchlässigkeit Richtung Norden zur Schmelz hin.
Die Rhythmisierung der Baumassen durch differenzierte Höhenentwicklung und Querstellung entlang der
Spallartgasse sowie die Höhenstaffelung, das Rückspringen und die Aufnahme der Straßenfluchten der
anschließenden Blockrandbebauung sind Reaktionen auf eine künftig zu erwartende Stadtteilentwicklung
besonders auch Richtung Westen (Kasernenareal und Kleingartengebiet).
Die vorgeschlagene Bebauung entwickelt sich entlang der alten Gartenmauer und schiebt sich von der Kante
der Straßenzüge aus ins Grundstück zwischen den wertvollen Baumbestand, welcher damit erhalten bleibt.
LANDMARK | LANDSCHAFT – STÄDTISCHER PARK
Strategie für die Entwicklung und Erhaltung sowie Nutzbarmachung der vorhandenen Landschaft bzw. des
Baumbestandes um daraus einen öffentlich zugänglichen Park zu machen: die Bäume werden erhalten, ebenso
die Höhenlage und Topografie des Geländes. Als Begrenzung und Fassung zur Straße oder zu den Häusern
werden Mauern aus Abbruchziegel der vorhandenen Umfassungswand in Abstufungen von 60cm Höhe (um
Geländer als Absturzsicherungen zu vermeiden) vorgeschlagen. Ebenso wird es Hochbeete für Solitärbäume
geben um den Höhenunterschied zum neuen Stadtraumniveau auszugleichen. Die Relikte der ehemaligen
Kastanienallee werden erhalten und in die Wegeführung miteinbezogen. Dieser neue Kontext gibt der Allee
eine sinnvolle Bedeutungsebene zurück. Solitärbäume welche knapp an Neubauten stehen, werden inklusive
deren Wurzelbereiche bis zum Kronentraufenbereich geschützt und erhalten.
Die großen Lichtungen und Freiflächen des Grünraumes werden freigehalten und setzen Weite als
Spannungsfeld neben die Dichte der Stadt.
Ein Wegenetz in Mindestbreite wird im erforderlichen Ausmaß befestigt und trittsicher mit kleinst möglichem
Gefälle so ausgeführt, dass Gebäude und Gehsteiganschlusspunkte barrierefrei erreicht werden können. Um
einen sanften Übergang zum natürlich gewachsenen Boden herzustellen werden Erweiterungen und Plätzchen
sowie „Trampelpfade“ „halbhart“ begleitend, in Form einer gebundenen Decke, dazugebaut. Bepflanzungen
mit Stauden und Hecken bilden kleinräumliche Nischen und Abschlüsse. Dichte Baumgruppen werden
ausgelichtet, um ein optimales Wachstum der stärkeren Bäume zu gewährleisten, Pflegemaßnahmen an den
Bäumen werden durchgeführt (bedingt durch längere Verwilderungsphase) in Bezug auf lichte Weite und
Kronenerleichterung und um die künftige Parknutzung gefahrlos zu ermöglichen. Gewisse Neupflanzungen
sollen den Charakter des Parks ergänzen, in einigen Bereichen etwa ist daran gedacht Obstbäume und
Beerensträucher als „Naschgarten“ anzulegen.

NUTZUNGEN
Der gesamte Park mit seinen unterschiedlichen Freiräumen und differenzierten Plätzen korreliert mit den in
den Sockelzonen bzw. Erdgeschoßzonen angeordneten Geschäften, Betreuungseinrichtungen,
Dienstleistungsbetrieben und Flächen für „Co-Working“. Alle sind öffentlich zugänglich, vollkommen
barrierefrei aus der Umgebung angebunden und sollten der gemeinwohlorientierten Nutzung dienen. Eine
Steigerung der Resilienz für Nachbarn und Bewohner ist der Gedanke. Ruhe und Erholung. Inklusives Wohnen,
beinhaltet auch durchgängige soziale Interaktion sowie urbane Mobilität.
Sämtliche Stiegenhäuser welche zu den Wohnungen führen sind öffentlich zugänglich und durch eine leicht
identifizierbare und ablesbare Adressbildung gekennzeichnet. Dienende Räume und Einrichtungen für die
Unterbringung von Fahrrädern, Kinderwägen etc. befinden sich im Erdgeschoß und sind direkt an die
Stiegenhäuser angebunden.

WOHNEN
Als Zielsetzung könnte man hier solidarische Lebensqualität zum Motto machen, sollte doch für das Wohnen
selbst menschliches Maß und eine Transformation zur Nachhaltigkeit gefordert werden, wie etwa die
Verwendung emissionsfreier Materialien, Vermeidung toxischer Baustoffe sowie sparsamer Betrieb. Insgesamt
leistbares und angemessenes Wohnen wäre dann selbstverständlich.
Ein erster Schritt dazu ist eine kompakte Gebäudefiguration, eine intelligente anpassbare Konstruktion und
eine nutzungsneutrale Primärstruktur für künftige Entwicklungen, sowie eine effiziente Hülle für klimatische
Schwankungen und Umwelteinflüsse. Kleinst-, Klein- und mittlere Wohnungen werden ab dem 1. Obergeschoss
großteils Ost/West orientiert innerhalb des Parks angelegt.
Ein geringerer Teil nordseitig zu den neu angelegten verkehrsberuhigten Plätzen an der Spallartgasse sowie
Südseitig zum Park. Größere Wohnungen können auch Ost-West „durchgesteckt“ werden oder befinden sich
an den Gebäudeecken. Durch den Gebäudezuschnitt und die Variabilität der Anordnung der Stiegenhäuser
ergibt sich höchste Flexibilität in Bezug auf Wohnungsgrößen und Typen. Durch die lichte Höhe der
Wohnungen mit ca. 2,7m ist eine ausreichende natürliche Belichtung bei den vorgeschlagenen Trakttiefen
gegeben und jedenfalls besser als im Mindeststandard nach OIB gefordert möglich. An der Leyserstrasse und
teilweise an der Ecke Spallartgasse sollten Schallschutzverglasungen in Form von verglasten Loggien
vorgesehen werden. Jede Wohnung kann mit Loggien oder Balkonen ausgestattet werden.



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