LUSTER | Bar Vienna

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Project Description
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Luster.bar

LUSTER
driendl*architects entwerfen das architektonische Gesamtkonzept der von Florian Egger und Vladimir Petkovic neu eröffneten Luster Bar in dem Jugendstilhaus „Zum goldenen Einhorn“ von Oskar Marmorek im 6. Wiener Gemeindebezirk.
Der erste Schritt war die Wiederherstellung der ursprünglichen Raumstruktur des komplett verbauten Lokals. Alle Zwischendecken und Trennwände wurden entfernt und ein hoher, lichter Raum mit großen Fenstern und Deckengewölben kam zum Vorschein. Florina Egger und Vladimir Petkovic, die Betreiber des Zweitbesten in der Heumühlgasse im 4. Wiener Gemeindebezirk, wollen hier etwas verwirklichen, das ihnen in Wien bislang fehlte: eine gediegene, mondäne Bar mit Pepp. Damit war die neue Identität des Raumes gefunden und von nun an bildet die große U – förmige Bar den Mittelpunkt des neuen Lokals. Die Barfront ist ein „Fortlaufen“ des Eichenfußbodens, der auch als Hochbank auf der einen und Sitzbank auf der anderen Seite den Raum abschließt – es wirkt beinahe so als wäre er hineingegossen. Die Oberfläche der Bar bildet ein eigens dafür speziell gefräster Naturstein (Granit). Diesen edlen Materialen wird ein über der Bar abgehängtes Flaschenregal als raumgebendes Element entgegengesetzt. Die schwebende Konstruktion dient nicht nur zur Lagerung ausgewählter Spirituosen auf sieben Regalebenen, verbunden von einem begehbaren Gitterrost, sondern birgt auch alle Möglichkeiten den Raum stimmungsvoll zu beleuchten. Die Konstruktion ist damit schon von der ersten Skizze an Namensgeber und hat so auch seine Bestimmung und Referenz auf Historisches gefunden – Luster.
Die mit Bedacht ausgewählten Materialien treten in ein Wechselspiel mit konstruktiven und blanken Elementen, wie dem Luster, den freien Ziegelmauern, oder dem offen gelassenen Abschnitt der Bar. So entsteht ein kommunikatives, modernes und gleichzeitig gemütliches Ambiente. Der Gast ist mitten im Geschehen: von jedem Platz aus kann er den ganzen Raum wahrnehmen, auf sich wirken lassen und auch die urbane Umgebung vor der Türe wird durch die großen Fenster erfahrbar: die auf zwei Ebenen verlaufenden Straßen, das Kino gegenüber, der Park mit dem Flakturm und der vor dem Fenster vorbeifahrende Linienbus. Die Bar wird wieder zu einem Rückzugsort aus dem alltäglichen Leben, einem Ort der Begegnung und Staunens.
Über eine gewundene Treppe, gelangt man in das Untergeschoß. Hier befindet sich ein weiterer Raum, dunkel für DJ/Tanz und vorübergehenden Rauch. Auch die großzügigen Toiletten sind hier untergebracht und wieder Stahltüren einerseits, dem gegenüber dieselbe edle Granitplatte wie schon an der Bar, leicht geneigt, als Waschtisch mit goldene Armaturen und vergoldeten Träger Untersichten.
Eleganz und Konstruktion, Kommunikation und Wahrnehmung bilden das Spannungsfeld des Luster – eine Erinnerung an das prächtige Wien der Jahrhundertwende und dessen Neuinterpretation im Jetzt, Verzierung zweckgebunden sichtbargemacht.



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