Medien

Presse

Publikationen

  • Ritual/Original
    Georg Driendl, Co-Autor Kathrin Turanitz
    Georg Driendl, 2018 A

    1 Unsichtbares:

    Zwischen Haut und Stoff knistert die Beziehung, mag es kratzend oder krachend, dämpfend oder reizend sein, jedenfalls ist es unsichtbar, simuliert positiven Einfluss auf die Widerstandsfähigkeit für die Intimität des so geschützten Ichs – einfach resilienter. Feinste sinnliche Stofflichkeit gibt Sicherheit in der Diffusion und natürliche Selbstverständlichkeit. Ebenso können vermeintliche Makel elegant ausgeglichen und aufgebessert werden, noch ohne den Schnitt der Chirurgen. Die Unterwäsche erfüllt also die Funktion eines sozialen Ausgleichs. Es entstehen ein idealisiertes Bild und die Möglichkeit, Probleme mit Augenschein und Dichte am Hervorkommen zu hindern. Die höchst ungerechte Willkür der Natur wird gleichgeschaltet und darüber hinaus werden Hitze, Kälte, Feuchtigkeit, Geruch, sogar Strahlung und Empfängnis reguliert. Qualität bei der Wahl der Unterwäsche ist jedenfalls ein entscheidender Faktor für die Aufrechterhaltung eines entsprechenden Erscheinungsbildes.

  • APOP living
    Georg Driendl, Gregor Lehrl u.a.
    Georg Driendl, 2010 A

    … wohnen ist eigentlich privat, rundherum haben sich eine immense Industrie und ein raumgreifendes Geschäft entwickelt. Offensichtlich bleibt dabei kulturell unbemerkt, dass genau dieser Ast deshalb so ausgezeichnet funktioniert, weil jede(r) damit zurande kommen muss.

    Dieses Buch versteht sich also weder als Leitfaden zur Formfindung noch als Lehrmittel, sondern als persönliche Geschichte der Auseinandersetzung eines Architekten mit diesem vielschichtigen, zwingenden Thema.

    Georg Driendl

  • Why Hannibal went North?
    Georg Driendl, Co-Author Emilia Pipin
    memoria moderna, 2003 Austria, Hungary

    Prolog

    Wenn wir unsere Existenz betrachten, gibt es drei große Kapitel, die die Grundlagen unseres gegenwärtigen Daseins bilden. Ein Drittel sind: Ernährung, Kleidung sowie mittlerweile auch Mobilität und Vergnügen. Ein weiteres Drittel wird von unserem Sozialwesen besetzt: Medizin, Bildung, Versorgung. Das letzte, oder aber das erste Drittel wird durch das Bauwesen bestimmt - durch Außen- und Innenräume, durch Urbanität und Ländlichkeit. Sie funktionieren zusammen, sind von einander abhängig und einer bestimmten Entwicklung ausgesetzt. Wenn von Innen- und Außenräumen die Rede ist, müssen wir einige Aspekte berücksichtigen. In Italien zum Beispiel wohnen die Menschen auf der Strasse oder im Garten, im Norden jedoch spielt sich das gesamte Leben innen ab. Wie kann man also die klimatischen Nachteile ausschalten ohne die Landschaft zu zerstören? Klar ist, dass wir uns alle in einer Landschaft bewegen, dort leben, dass wir VON dieser Landschaft leben und gerade deshalb ist es unsere Aufgabe diese Landschaft zu erhalten. Jetzt stellen wir folgende Frage: Sind die derzeitigen Entwicklungen in der Europäischen Union sinnvoll? Wenn ja, wie soll man weiter machen? Wenn nein, was soll man verändern?

    Eine Tatsache ist auf jeden Fall, dass wir knallrote Tomaten essen, dass Genmanipulation in unserer Ernährungskette nicht mehr wegzudenken ist, dass wir Konsumenten von Wegwerfprodukten sind.

    Wir leben in einer plakativen, urbanen Welt, deren Blick nach außen gerichtet ist, wir alle aber kennen das Innen. Es ist wie die Geschichte mit der Strasse. Der Tourist sieht die Fassade, aber auch er wohnt in einer Strasse und erlebt sie von innen. Worin liegen also die Interessen des Betrachters?

    Durch die Möglichkeiten der Technik entdecken wir auf der ganzen Welt neue Landschaften. Alles möchte man gesehen haben: New York, den Grand Canyon, den Eiffelturm, den Regenwald und so weiter. Aber die Mobilität hat einen Preis: Energie – woher nehmen wir diese Energie? Dazu kommt, dass wir alle einen Fernseher besitzen, der uns Bilder aus aller Welt ins Wohnzimmer bringt. Ist Reisen also reine Geld- und Zeitverschwendung? – Zeit. Womit wir bei einer weiteren Eigenschaft unseres Lebensstils wären: die Geschwindigkeit. Die Dinge der Gegenwart passieren schnell, so schnell, dass sie gar nicht fassbar werden, weil sie schon wieder vorbei oder schon vergriffen sind. Ist das Fortschritt?

    Da sich die Zukunft unserer Kenntnis entzieht ist es unsere Aufgabe alle weiteren Entwicklungen positiv zu beeinflussen, damit die Grundlage erhalten bleibt, die Landschaft in der wir Leben, sei es die Stadt, das Land, der Nationalpark, oder das Meer. Die Vision ist den Menschen aufmerksam zu machen, das Interesse zu wecken daran zu arbeiten. Diese Vision kann eine Europäische Union in die Realität umsetzen, denn jeder neue Beitrittskandidat bekommt ein Votum und kann neue Impulse bringen. Das ist Erweiterungspolitik!

    Es ist wichtig auf die Tatsache aufmerksam zu machen, dass jeder an der Zukunft mitbaut, da wir das Wetter nicht machen können, müssen wir die zuvor genannten Tomaten unter die Lupe nehmen und kritisch betrachten. Vielleicht aber geht es jenen besser, die sich keine Gedanken machen. Wir können diese Frage nicht beantworten. Denn was hat sich wohl Hannibal gedacht als er mit den Elefanten über die Alpen ging? Und wir haben heute keinen Schaden davon getragen, oder haben die Elefanten einen ganzen Baum aufgefressen?

    Jetzt haben wir eine Aufgabe: unsere Arbeit ist die Verbesserung von Situationen. Wenn wir unter „Bauen“ die Aufgabe verstehen, dem Benutzer ein freies, offenes Wohnen und Arbeiten zu gewährleisten, sowie Bildung zu fördern, müssen wir Ideen liefern, einen Geist transportieren der zukunftsweisend und umweltbewusst ist.

    So wie der Mensch mit den Gebäuden und Wegen verschmilzt, so sollten diese mit der Natur, der Landschaft eine Einheit bilden.

    Der Katalog dokumentiert die Arbeit von 1996 bis 2003.

    Georg Driendl / Emilia Pipin   

Preise

  • klimaaktiv Bronze - geförderter Wohnbau für die Neue Heimat Tirol in Rum

    2021
  • klimaaktiv Bronze für New Start Homes NHT in Haiming

    2020
  • klimaaktiv Bronze für New Start Homes NHT in Baumkirchen

    2020
  • Wüstenrot Stiftung Gestaltungspreis
    Umgang mit denkmalwürdiger Bausubstanz, Anerkennung für das Wiener Stadthallenbad
    2017
  • IOC International Architecture Award, Silver
    Galzigbahn
    2009
  • LEAF Award 2009
    LEAF Residential Building of the Year Award Multiple Occupancy Shortlist: Multiple Independence, Innsbruck
    2009
  • Green Good Design 2009
    Mobile Paradise
    2009
  • ISR Architektur Award 2009
    1. Preis, Galzigbahn Talstation, 2009
    2009
  • The International Architecture Awards 2008 - The Cicago Athenaeum
    Solar Standard
    2008
  • The International Architecture Awards 2007 - The Cicago Athenaeum
    Galzigbahn
    2007
  • Österreichischer Stahlbaupreis 2007
    Galzigbahn
    2007
  • Europa Nostra Awards 2006
    Diploma für Stift Klosterneuburg
    2007
  • Record Houses Award for Excellence in Design
    Solar Tube House
    2005

Ausstellungen

  • The Chic.Boutique Chic.ago
    Chicago
    2013
  • Austria Davaj, MAK Museum Vienna
    Moskau
    2011
  • Interaction Architecture 2011
    Budapest, Pécs, Györ, Wien, Graz, Innsbruck, Debrecen
    2011
  • GA Houses Project 2011
    Tokio
    2011
  • Biennale Venedig
    Venedig
    2010
  • GA Houses Project 2010
    Tokio
    2010
  • GA Houses Project 2009
    Tokio
    2009
  • GA Houses Project 2008
    Tokio
    2008
  • High Tech + Tradition Design with Wind, Light, Earth & Gods
    Tokio Design Centre, Japan
    2008
  • Eiswelten
    St. Anton am Arlberg, Tirol
    2007
  • Dublin Monumental Interventions - Chicago Athenaeum
    Paris, Dublin
    2007–2008
  • New World Architecture - Chicago Athenaeum
    London, Brüssel, Florenz, New York
    2007
  • The Green House - New Directions in Sustainable Architecture
    Washington D. C.
    2006
  • GA Houses Project 2004
    Tokio
    2004
  • ma.máshol
    Budapest
    2003
  • Schindler´s Paradiese - Architectural Resistence
    Los Angeles
    2003
  • Austria West - Neue Architektur Tirol Vorarlberg
    Mailand, Dornbirn, Prag, New York, Helsinki, Oslo, Wien...
    2003–2005
  • Martin Arnold "Deanimated"
    Museumsquertier Wien
    2002–2003