ZWEITBESTER ll

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Project Description
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ZWEITBESTER
Bar_Restaurant
Heumühlgasse 2
1040 Wien
www.zweitbester.at
Tel.: 004319459386

Eine Kreuzung an der fünf Verkehrswege einander treffen, eine Busstation und eine Radstation, bestimmen jenen Ort, an dem ein unscheinbares altes Kaffeehaus vor sich hintümpelt und jede Begegnung in dieser Urbanität ignoriert. Das sollte sich mit der Neueröffnung gänzlich ändern. Florian Egger, Vladimir Petkovic und Stefan Heidl schaffen nun hier einen Ort der Begegnung. Nachdem der Raum von allen Altlasten befreit wurde, beginnt er seine eigene Geschichte zu erzählen. Wandnischen, Gewölbedecken und Licht bestimmen diesen neuen Raum, in dem es nun vorstellbar wird die Begegnungen der Stadt nach innen zu tragen. Nichts sollte versteckt, unnötig verschönert, alles ehrlich und klar präsentiert werden, um einen möglichst großen Handlungsspielraum für die kreativen Akteure und ihre Gäste zuzulassen.
Begegnung und Kommunikation, gegenseitiger Austausch, Präsentation kreativer Ideen, das werden die neuen Eckpfeiler des Raumkonzeptes, das mit Hilfe von driendl*architects (Franz Driendl), Florian Fleischner (Beleuchtung und Consulting) und Thomas Werginz (Gastgarten und Tische) realisiert werden sollte.
Die Bar als wesentliches Element aus rohem Beton sollte den Raum nicht zerteilen, sondern als geöffneter Winkel, mit schrägem Ende einerseits, und einem fließenden Übergang zur offenen Küche andererseits, Raum schaffen. Der darüber schwebende Stahlkranz dient als Befestigungsebene, als Träger des Flaschenregals und als Beleuchtungsträger, mit den im Kranz integrierten versetzbaren magnetischen Kohlefadenlampen. Doch nicht nur die dominante Bar, sondern auch der offene Gastraum mit seinen großzügigen Fensterflächen und kleinen variablen Tischen wird zum Ort der Begegnung, spätestens wenn zusammengewürfelt verschiedene Gäste auf Grund von Platzmangel an einem großen Tisch miteinander essen.
So folgt auch das Küchenkonzept dem Anspruch der Begegnung und des Austausches. Der Koch Stefan Heidl zieht sich nicht zurück in seine eigenen vier Wände, sondern der erste Blick des Gastes beim Betreten des Lokals fällt auf den Koch, auf die angerichteten Speisen, die sich ebenso ehrlich und klar präsentieren wie der Raum selbst. So man die Arbeitsschritte des Koches verfolgen kann, erzählen auch die unverputzten Deckenflächen, die Ziegelwand, die freihängenden Kabel und der belassene Boden von seiner Entstehung.
Selbst auf der türkisen großzügigen Toilette begegnen Damen und Herren am Waschbecken nicht ihrem eigenen Spiegelbild, sondern dem jeweiligen Gegenüber. Der Abriss etlicher unbestimmter Zwischenwände, erlaubt hier eine Kommunikation bis in den kleinsten Raum. Wie an einer Kreuzung Strassen und Menschen einander treffen, treffen im Zweitbesten Menschen und deren unterschiedliche Ideen einander. In einem offenen und wertungsfreien Raum finden sie ihren Ausdruck, zum Beispiel in Form von „Kochaustausch“, „Klokonzerten“ und wechselnder Präsentation von darstellender und bildender Kunst.
Im Zweitbesten ist man immer bereit neue Wege zu gehen.



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